“Coronavirus: Kann ich trotzdem noch Sport treiben?” – Dr. med. Lutz Graumann

Wir haben unseren Sportmediziner gefragt!

Egal ob du heute eine Zeitung liest, Radio hörst, oder fern siehst – auf Berichte und Meldungen über das Coronavirus stößt du derzeit überall.

Kann ich in diesen Zeiten überhaupt noch Sport treiben? Und wie schütze ich mich vor einer Infektion? Wir haben unseren Sportmediziner Dr. med. Lutz Graumann gefragt!

Kann ich überhaupt noch sport treiben?

“Ja! Gerade jetzt solltest du erst recht etwas für deine Fitness tun, denn mit dem Training stärkst du dein Immunsystem und je fitter du bist, desto widerstandsfähiger ist dein Körper gegen Erreger – und das nicht nur gegen Corona”, erklärt Dr. Lutz Graumann. Und selbst im Fall einer Infektion, verlaufen die Symptome in der Regel deutlich milder, wenn du körperlich fit bist.

Wie immer solltest du aber darauf achten, nicht ins Studio oder unter Menschen zu gehen, falls du dich krank fühlst oder Symptome jeglicher Art auftreten. Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du sogar “durch eine regelmäßige Kontrolle des Ruhepuls bereits frühzeitig erkennen, ob das Immunsystem geschwächt ist”, erklärt Dr. Graumann weiter, “Wenn sich der morgendliche Ruhepuls deutlich erhöht, etwa 10 Schläge pro Minute mehr, ist das ein sehr früh erkennbares Zeichen und du kannst sofort reagieren.”

So Schützt du dich im Fitnessstudio

Solange du dich fit fühlst und dein Ruhepuls stabil ist, steht deinem Training also nichts im Wege! Damit das auch so bleibt, “ist es jetzt natürlich besonders wichtig die üblichen Hygieneregeln einzuhalten”, rät Dr. Graumann. Hierauf solltest du achten:

  • Gründlich Hände waschen
    Vor und nach dem Training solltest du dir immer Zeit nehmen die Hände zu waschen. Achte dann darauf, dir in der Zwischenzeit so wenig wie möglich mit den Händen ins Gesicht zu fassen – dann können auch keine Erreger über die Schleimhäute der Nase oder Augen in deinen Körper gelangen. Nehme dir mindestens 30 Sekunden Zeit zum Händewaschen! Trockne die Hände mit Einmalhandtüchern oder einem Luftpuster – jedoch nicht mit einem Handtuch, das auch andere benutzt haben.
  • Begrüßung mit Handschlag vermeiden
    Bei der Begrüßung von anderen Mitgliedern, Freunden oder Trainingspartnern ist es momentan besser auf den Handschlag oder “high fives” zu verzichten.
  • Griffflächen an Geräten desinfizieren
    Wenn du an einem Gerät trainierst, kannst du dich schützen, indem du zuvor die Griffe und gegebenenfalls andere Stellen, die mit den Händen in Kontakt kommen desinfizierst.
  • Benutze deine Armbeuge
    Wenn du doch mal husten oder niesen musst – dann benutze bitte deine Armbeuge.
  • Gruppenkurse kannst du trotzdem besuchen!
    Auch bei Gruppenkursen, “sehe ich keine Gefahr, solange alle Trainierenden, wie im Quest Club üblich, in eine Richtung blicken und ein ausreichender Abstand zwischen den Teilnehmern eingehalten wird”, so Dr. Graumann. Lediglich auf Partnerübungen mit Körperkontakt solltest du verzichten, natürlich berücksichtigen das unsere Trainer aber bereits bei der Auswahl der Übungen. Vor dem Atem eines anderen Trainierenden musst du keine große Angst haben: Selbst bei intensivem Training und schwerem Atmen, ist die Partikelgeschwindigkeit nicht mal annähernd so hoch, wie es beim Niesen oder Husten der Fall wäre.
  • Mit sauberem Handtuch trainieren
    Wie immer hast du ein sauberes Handtuch dabei und nutzt es beim Training und an Geräten um deinen Schweiß aufzufangen.

Fazit

Bewegungslosigkeit hilft nicht gegen das Virus, sondern ganz im Gegenteil: Du solltest weiterhin regelmäßig trainieren, um deine Immunabwehr auf Trab zu halten! Mit diesen Tipps und gewissenhaftem Verhalten bist du nach dem Sport gesünder als zuvor.

Ausnahme: Du warst kürzlich in einem Risikogebiet

Für uns ist es das oberste Gebot jedes Mitglied vor unnötigen Risiken schützen und gemeinsam mit euch ein verantwortungsvolles Miteinander zu leben. Wenn du dich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hast, ist das Risiko erkrankt zu sein, leider sehr viel höher als im Normalfall – das gilt auch, wenn du nichts davon weißt, dich fit fühlst und dein Körper bislang keine Symptome zeigt.

Deshalb bitten wir dich darum, uns unbedingt zu kontaktieren, bevor du den Quest Club besuchst! Wir werden dir nicht mit Abneigung, sondern Dankbarkeit begegnen. Selbstverständlich würden wir dir bei dadurch begründetem Fernbleiben vom Quest Club, deinen Mitgliedsbeitrag für diese Zeit zurück erstatten!

Unser Sportmediziner

Dr. med. Lutz Graumann ist Sportmediziner vom Quest Club Fitness Studio Rosenheim

Dr. med. Lutz Graumann ist seit mehr als 10 Jahren international gefragter Performance-Coach, Sportmediziner, Chirotherapeut und Ernährungsmediziner.

Er publiziert regelmäßig in nationalen und internationalen Fachmagazinen.

Lutz ist “unser Sportmediziner”. Darauf sind wir besonders stolz. Seine Praxis befindet sich im Quest Club, bei der Erstellung von Trainings- und Ernährungskonzepten arbeiten wir eng zusammen.

www.sportmedizin-rosenheim.de